Die Leihbibliothek der Kulturwerkstatt Salzburg ist eine durch dreißigjährige, ehrenamtliche Tätigkeit aufgebaute Einrichtung. Seit 2009 hat sie ihren Hauptschwerpunkt in der anthroposophisch-goetheanistischen Sekundärliteratur gefunden und ausgeweitet.
Die Bücherei verfügt über 3.500 Buchexemplare, Broschüren und verschiedene Zeitschriftensammlungen, welche auf den Gebieten der Natur-,Geistes- und Sozialwissenschaften, der Kunst, Pädagogik und Religion interessante Einblicke in die anthroposophische Forschungsarbeit der letzten 90 Jahre gewähren.
Wir beziehen sämtliche Bücher und Zeitschriften aus Nachlässen, durch Schenkung und Neukauf, wobei wir stets bemüht sind, wichtige Neuerscheinungen sowie die Publikationen unserer Referenten mittels zweckgewidmeter Spendengelder und Leihgebühren zu finanzieren.
Montag und Mittwoch jeweils von 16:00 - 18:00 Uhr geöffnet.
Verzeichnis der Sachgebiete
Anthroposophie: Verschiedene Autoren zu diversen Sachgebieten: Kosmologisches, Theologisches, Menschenkundliches
Rudolf Steiner: Teile aus der Gesamtausgabe
Biographien: Künstler, Schriftsteller, Musiker, Wissenschaftler, Erfinder, Ärzte, Politiker, Herrschergestalten, Theologen, Esoteriker u.a.
Waldorfpädagogik: Allgemeine menschenkundliche Schriften z.B. M.A. Schaffner: Wie Schulkinder reifen, Erich Gabert: Autorität und Freiheit in den Entwicklungsjahren, Stefan Leber: Anthroposophie und Waldorfpädagogik in den Kulturen der Welt u.v.m. Literatur zu den Unterrichtsfächern an Waldorfschulen: Geschichte, Kunst (Formenzeichnen, Zeichnen, Malen, Werken), Sprache und Sprecherziehung, Mathematik, Naturkunde, Religiöse Erziehung, Leibeserziehung; Anregungen für das kindliche Spiel; umfangreiche Literatur zur Heilpädagogik.
Ernährung und Bekleidung: Literatur zur Qualitätsfrage der Ernährung, Rezepte, altersspezifische Ernährungshinweise; Literatur zur kulturgeschichtlichen Bedeutung der Bekleidung, Kinderbekleidung, Wärme und Qualität der Bekleidung, Mensch und Kleidung.
Landwirtschaft: Umfangreiches Literaturangebot zur bio-dynamischen und biologisch-organischen Landwirtschaft.
Alternatives: Geomantie, Ökologie.
Geographie: Fremde Länder und Kontinente, Reiseberichte und Geschichten, Völkerkunde, Heimatkunde, Geschichts - u. Kunstgeschichtsführer.
Geschichte: Übersichtswerke, ausgewählte Themen aus der Antike, des Mittelalters und der Neuzeit; Übersicht über Methoden der Geschichtsforschung von Hans Erich Lauer, Darstellung einer Geschichte der verschiedenen Epochen nach geisteswissenschaftlichen Gesichtspunkten von Karl Heyer, verschiedene Geschichtsbilder von Renate Riemeck, Johannes Meyer und Peter Tradowsky, Christof Lindenberg, Kryck v. Porduzyn u.a.
Kulturgeschichte: Mysterien, Kulte, Mythologie, z.B. Sigismus v. Gleich: Marksteine der Kulturgeschichte, Michael Eschborn: Der Karlstein, Das große Bilderlexikon der Mode vom Altertum bis in die Gegenwart, M. Schindler: Europa und sein Sternenmythos u.v.m.
Mythologie: Viele Märchensammlungen aus aller Welt, Märchendeutung, Bedeutung in der Erziehung, Sagensammlungen international, Legenden und Fabeln.
Kunst: Zahlreiche Bildbände aus allen Epochen der Kunstgeschichte und Werkbesprechungen von anthroposophischen Autoren: Z.B. Walter Streffer: Michelangelos offenbares Geheimnis, Thomas Krämer: Leonardo, Michelangelo, Raffael. Brandt-Förster: Das irische Hochkreuz u.s.w. Die Landschaft in der Kunst, Kunsttechniken wie z.B. goetheanistisches Bilden u. Bauen.
Literatur: Klassische u. allgemeine Literatur: Goethe, Schiller, Lessing, Hebbel, Heine, Shakespeare u.a., Gedichte, Dramen, Novellen, theoretische Schriften, Weltliteratur, umfangreiche Literatur zu den Jahresfesten, diverse Werke über Grammatik, deutsche Literaturgeschichte, deutsche Verslehre, Sprach - u. Stilkunde, Sprachgestaltung und Schauspielkunst.
Musik: Noten, Taschenpartituren, Liederbücher, Werke zur Musiktheorie und Gesangspraxis, Werkbesprechungen einiger Opern und Instrumentalwerke, auch von anthroposophischen Autoren, wie Friedrich Oberkogler (Tannhäuser, Zauberflöte) und Christof Peter (Die Sprache der Musik in Mozarts Zauberflöte). Ein wichtiges Gebiet in der modernen Musik ist die Pflege der erweiterten Tonalität, so wie sie durch Heiner Ruland in bahnbrechenden Kompositionen und schriftlichen Darstellungen, wie auch in jahrelang stattfindenden Workshops und Seminaren in der Kulturwerkstatt Salzburg nahe gebracht wurde. Dazu gibt es bei uns die grundlegenden Bücher des Komponisten.
Naturwissenschaft: (Der größte Teil unseres naturwissenschaftlichen Bücherangebotes sind anthroposophisch - goetheanistische Werke, die auch in der Waldorfpädagogik grundlegend sind) Mathematik, Geometrie, Chemie, Physik, Technik, Biologie: Menschen-, Tier- und Pflanzenkunde, ökologische Themen, Medizin: zahlreiche Bücher zu anthroposophischen Heilmethoden und zur Arzneimittelherstellung, Krebstheraphie, zur künstlerischen Therapie (Eurythmie, Sprachgestaltung, Massage, Farbtherapie); Geologie, Mineralogie: Z.B. Wilhelm Pelikan: Die sieben Metalle u.v.a.
Psychologie: Werke von Sigmund Freud, Erich Fromm, Rudolf Treichler, Karl Martin Dietz, Olaf Koob, Friedrich Husemann (Anthroposophie und Psychoanalyse), einige Bücher zur Jugendpsychiatrie u.a.
Philosophie: mehr Sekundärliteratur über die Hauptwerke von Kant, Schopenhauer, Nietzsche, Hegel, philosophische Lesebücher, Philosophiegeschichte u.a.
Religion: Einheitsübersetzung der Bibel, das Alte und Neue Testament, der Koran, Bildatlas zur Bibel, der heilige Petrus und seine Nachfolger, Heilige und Namenspatrone u.a.
Esoterik: Werke von Jakob Lorber und Valentin Tomberg.
Soziales und Wirtschaft: Umfangreiche Sammlung von Literatur zur Dreigliederung des sozialen Organismus, zu Gesellschaftsthemen, zum Rechts - u. Staatswesen, zur Konfliktbewältigung, zum Geldwesen u.a.
Zeitschriften: Religiöse Zeitschriften: Die Christengemeinschaft, Anthroposophische Zeitschriften: Das Goetheanum, Die Drei (1925 - 2000, unvollständige Sammlung), Mitteilungen aus der anthroposophischen Arbeit in Deutschland (1949 - 1992, unvollständige Sammlung ), Der Europäer (1996 - 2013, unvollständig, jedoch monatlich aktuelle Zeitschrift vorhanden), Beiträge zu einer Erweiterung der Heilkunst (1955 - 1968, unvollständige Sammlung), Info 3 aktuell vorhanden u.a.
Lexika: Kulturgeschichts - u. Persönlichkeiten - Lexikon in 12 Bänden: DIE GROSSEN (1978), diverse Nachschlagewerke auch in Fremdsprachen und allgemein, Duden und fünfbändigen Brockhaus. Diese Lexika sind umfangreiche Nachschlagwerke. Nicht entlehnbar, nur vor Ort zu benützen.
Ankündigung von Neuerscheinungen
in Arbeit
Literaturempfehlungen zu den Veranstaltungen
in Arbeit
Salzburg, die schöne alte Stadt - und die neue Stadt?
Wenn Hundertschaften, nicht nur wegen der kulturellen Spektakel,
jährlich Sommer wie Winter, die engen Gassen füllen, so deshalb, weil über alle bauästhetischen und pragmatischen Streitfragen hinweg
ein zeitloser, nicht der Mode unterworfener WERT
gefühlt wird, wie ihn eben große Kunstwerke ausstrahlen und besitzen. Nur besteht der Unterschied zwischen einer Plastik Michelangelos oder
einem Gemälde von Picasso und dem Gesamtkunstwerk Salzburger Altstadt inmitten des von schroffen Felserhebungen durchbrochenen Salzachtales
darin, dass letzteres den "Lebens- und Schicksalsraum" für vergangene,
gegenwärtige und künftige Generationen bildet, während Gemälde und Skulpturen
Kunstinteressierte in freilassender Distanz zur Betrachtung einladen.
Es genügt nämlich nicht, dass neue Architektur, die nur den UNESCO Bestimmungen entspricht, sonst aber keinerlei
Originalität aufweist, das formenreiche Altstadtbild ergänzt, sondern im Gegenteil!
Ein stadtlandschaftliches Gesamtkunstwerk wie Salzburg verlangt auch in ästhetischer Hinsicht nach einer adäquaten, modernen Antwort.
Das unikale Bauwerk ist stets der bildhafte Ausdruck seines Zweckes und trägt zur Verbesserung der Lebensqualität seiner Bewohner nachhaltig bei.
Dem Erfindungsgeist sind keine Grenzen gesetzt. Es gibt vielfältige interessante Lösungen, denen sich zu öffnen die lohnende Aufgabe des
Stadtbaurates wäre.
Beispielsweise könnten mehrere Architekten, unter ihnen solche, die offensichtlich bewiesen haben, dass
Qualitätsarchitektur auch finanziell leistbar ist, ein Wohnsiedlungskonzept für den Franz-Rehl-Platz erarbeiten,
welches alle oben genannten Kriterien erfüllt.
Der derzeit völlig ungestaltete Freiraum mitten in der Stadt wäre doch eine spannende Herausforderung für einen weiteren
Versuch modellhaft zu bauen, so wie er bereits mit dem österreichischen Vorzeigebau Waldorfschule 1994 unternommen wurde.
Erprobte Experten der goetheanistisch-organischen Bauweise hätten und hatten somit in der modernen Stadtgestaltung "Wertvolles" beizutragen
bzw. beigetragen.
(geb. 18. Januar 1896 in Hornstein; gest. 9. Juli 1984 in Salzburg)
Die Leihbibliothek empfiehlt folgende Literatur, die bei uns zu entlehnen ist:
Wichtige Zeitschriften zum Thema:
* wird in Kürze in die Bibliothek aufgenommen